Dr. Joy Kristin Kalu

Die Theaterwissenschaftlerin und Amerikanistin studierte und promovierte an der Freien Universität Berlin und setzte sich in ihrer Dissertation Ästhetik der Wiederholung mit Theorien der Wiederholung sowie mit Wiederholungsstrategien in bildender Kunst, Performance und Theater der US-amerikanischen Neo-Avantgarde auseinander. Anknüpfend an ihre Beschäftigung mit psychoanalytischen Wiederholungskonzepten widmet sie sich gegenwärtig unter dem Arbeitstitel "Inszenierungen der Therapie in psychologischer und künstlerischer Praxis" den Phänomenen des Reenactments und der Übertragung. Theatrale Verfahren in Therapieformen wie dem Psychodrama und der Dramatherapie sind hier für sie ebenso von Interesse wie die Anwendung und Darstellung von therapeutischen Verfahren in Theater, Kunst und Populärkultur. Zu ihren Forschungsschwerpunkten zählen die Ästhetik des angewandten Theaters, die Geschichte der Performance-Kunst, Critical Whiteness Studies, Intermedialität und die Ästhetik des zeitgenössischen experimentellen Theaters in Deutschland und den USA. Neben ihrer wissenschaftlichen Tätigkeit ist sie theaterpraktisch und kuratorisch tätig und hat u.a. am Thalia Theater in Hamburg, der Berliner Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz, der Actors’ Gang in Los Angeles, bei der New Yorker Wooster Group sowie an den Kunst-Werken – Institute for Contemporary Art in Berlin gearbeitet. Gemeinsam mit Dennis Loesch und anderen bildenden Künstlern initiierte sie 2007 das fortlaufende Küchen- und Ausstellungsprojekt freitagsküche berlin. Seit 2014 betreibt sie mit Stephanie Keitz und RP Kahl das Ausstellungsprojekt Neue Heimat Berlin.

 

Publikationen (Auswahl):

  • Kalu, Joy Kristin. "Once upon a time, there were two words that fell in love with each other...", in Adrian Heathfield (Hg.), Real Magic. The Work of Forced Entertainment, 2018 (Im Erscheinen). 
  • Kalu, Joy Kristin. "Inszenierung trifft Krise. Das Subjekt der Enthüllung", in Peter Sinapius (Ed.), Intermedialität und Performativität in den Künstlerischen Therapien. Wissenschaftliche Grundlagen der Künstlerischen Therapien, Band 7.  Hamburg, Potsdam, Berlin: HPB University Press, 2017 (Im Erscheinen).
  • Kalu, Joy Kristin. "SIGNAs ganz normaler Wahnsinn. Ein- und ausladende Inszenierungen von Alltäglichkeit", in Julius Heinicke/Joy Kristin Kalu/Matthias Warstat (Hg.), und Alltag. Paragrana – Internationale Zeitschrift für historische Anthropologie 2, (2017), Berlin: de Gruyter, 2017 (Im Erscheinen).
  • Kalu, Joy Kristin. Kunst und Alltag. Paragrana – Internationale Zeitschrift für historische Anthropologie 2, (2017)., zusammen mit Julius Heinicke und Matthias Warstat (Hg.),  Berlin: de Gruyter, 2017 (Im Erscheinen).
  • Kalu, Joy Kristin. „Die Theatralität der Wiederholung", in Till Julian Huss/Elena Winkler (Hg.), Kunst und Wiederholung: Strategie – Tradition – ästhetischer Grundbegriff, Berlin: Kadmos 2017.
  • Kalu, Joy Kristin. „Zuwendung bei Anwendung. Entwicklungen hin zu unfreien Szenen", in Materialsammlung zum Freien Theater, Online Journal des Impulse Theater Festivals, September 2016. 
  • Kalu, Joy Kristin. „Othello und die Anderen", in Gorki # 9, Spielzeitheft des Maxim Gorki Theaters, Berlin: Maxim Gorki Theater, Dezember 2015.
  • Kalu, Joy Kristin. Theater als Intervention. Politiken ästhetischer Praxis, gemeinsam mit Julius Heinicke, Janina Möbius, Natascha Siouzouli und Matthias Warstat, Berlin: Theater der Zeit, 2015.
  • Kalu, Joy Kristin. „Wir sind gar nicht hier. Über Richard Maxwells 'The Evening'", in Texte zu Kunst, 99, September 2015.
  • Kalu, Joy Kristin. „Dein Blackface ist so langweilig! Was das deutsche Repräsentationstheater von den Nachbarkünsten lernen kann", nachtkritik.de, November 2014.
  • Kalu, Joy Kristin. „Ich sehe was, was Du nicht siehst", in Ella Huck/Dorothea Reinicke (Hg.), Masters of Paradise. Der transnationale Kosmos Hajusom – Theater aus der Zukunft, Berlin: Theater der Zeit, 2014.
  • Kalu, Joy Kristin. „Memory Plays. Zum Reenactment von Filmen bei Gob Squad und der Wooster Group", gemeinsam mit Benjamin Wihstutz, in Fréderic Döhl/Renate Wöhrer (Hg.), Zitieren, appropriieren, sampeln. Referenzielle Verfahren in den Gegenwartskünsten, Bielefeld: Transcript, 2014.
  • Kalu, Joy Kristin. Ästhetik der Wiederholung, Bielefeld: Transcript, 2013.
  • Kalu, Joy Kristin. „On the Myth of Authentic Representation: Blackface as Reenactment“, in Textures, Online Journal des International Research Centers Interweaving Performance Cultures, Oktober 2012.
  • Kalu, Joy Kristin. „Open As Smart Object“, in Open As Smart Object (Ausstellungskatalog), Galerie Dittrich & Schlechtriem, Berlin: Concept Store, 2012.
  • Kalu, Joy Kristin. „Experiencing Expectation: Perceiving the Future in Performance“, in Theatre Research International 34 (2009).
  • Kalu, Joy Kristin. „Bildbeschreibung“, in Dennis Loesch, numerous. Ein Leseplakat. Rüsselsheim: monobuch, 2007.

 

Vorträge (Auswahl):

  • "Staging Sex, Performing Gender", Vortragsreihe  "Art – Research – Gender", Universität für angewandte Kunst Wien, April 2018 (angekündigt).
  • "Talent zum Privileg", Begleitprogramm zur Inszenierung Mittelreich von Anta Helena Recke nach Anna-Sophie Mahler, Münchner Kammerspiele, Oktober 2017. 
  • "Die neue Unmittelbarkeit?", Branchentreff der freien darstellenden Künste "Bühnen. Affekte. Politik", Performing Arts Programm Berlin, Oktober 2017.
  • „Inszenierung trifft Krise. Das Subjekt der Enthüllung“, Tagung „Imperfekt“, MSH Medical School Hamburg/Hochschule für Künste im Sozialen, Ottersberg, Hamburg, Juni 2017.
  • „First Black Woman in Space - Repräsentation in anderen Räumen“, Veranstaltungsreihe „Say Anything?“, Sophiensæle, Berlin, Mai 2017.
  • „In Zeiten des Loops“, Dialog mit Tim Etchells und Kay Voges, Theatertreffen Diskurs, Haus der Berliner Festspiele, Mai 2017.
  • „Artistic and Activist Strategies of Decolonization“, Moderation einer Gesprächsrunde mit Coco Fusco, Alexander Karschnia, Israel Kaunatjike und Christian Kopp, freie Veranstaltung in Kooperation mit Berlin Postkolonial und KW Institute for Contemporary Art, Berlin, März 2017.
  • „Speak Truth to Power. Politisches Denken und Handeln neu begreifen“, Moderation einer Veranstaltung mit Noah Fischer, Alexander Karschnia und Oliver Marchart, Veranstaltungsreihe „Future Politcs“, FFT (Forum Freies Theater) Düsseldorf, Januar 2017.
  • „Anwendung und Zuwendung, oder Nützliche Kunst?“, Dialog mit Daniel Hauser (RELAX), Gesprächsreihe „Der Performance-Effekt“, Gessnerallee Zürich, Januar 2017.
  • „Wenn das Theater die Krise kriegt. Über Förderbedingungen der Freien Szene", Branchentreff der freien darstellenden Künste „Betrachten. Verhandeln. Verändern", Performing Arts Programm Berlin, October 2016.
  • „Fast Forward. Verkörperungen zwischen Film und Theater im Hamlet der Wooster Group“, Sommerakademie „Theater/Film“, Landesinstitut für Schule und Medien Berlin-Brandenburg, Ludwigsfelde, Juli 2016.
  • „Ausreden über Ausreden. Positionen des Theaters in einer vielfältigen Gesellschaft“ (Panel), Zukunftsakademie NRW in Kooperation mit dem NRW Landesbüro Freie Darstellende Künste und dem Theaterfestival FAVORITEN 2016, Bochum, Mai 2016.
  • „Verkörpern, Wiederholen und Durcharbeiten. Die künstlerische Praxis Rebecca Davis’ und Abigail Levines im Kontext ihrer Reenactments von Marina Abramovićs Performances", Tagung „ÜberReste. Strategien des Bleibens in den darstellenden Künsten", Freie Universität Berlin/Sophiensæle Berlin, April 2016.
  • „Theater als Intervention“, Symposion „Out of the Box – Über neue Theaterformen“, Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg, Februar 2016.
  • „Theater and Postcolonialism“ (Panel), Konferenz „Independent Theatre in Contemporary Europe: Structures - Aesthetics - Cultural Policy”, ITI Berlin/Universität Hildesheim, Hildesheim, Dezember 2015.
  • „The Art of Representation“ (Panel), Konferenz „Bilder, die die Welt bedeuten“, Impulse Theater Festival 2015, Mühlheim, Juni 2015.
  • „Wiederholung und Theatralität in Kunst und Psychoanalyse“, Vorlesungsreihe „Wiederholung“, Freie Universität Berlin, Januar 2015.
  • „Phänomenale Lügen in der Aufführungsanalyse“, Konferenz „Episteme des Theaters“, Jahrestagung der Gesellschaft für Theaterwissenschaft, Bochum, September 2014.
  • „Die Theateralität der Wiederholung“, Tagung „Wiederholung. Revision eines ästhetischen Grundbegriffs“, Kunstakademie Münster, Juli 2014.
  • „Estrangement Effects. Constructions of Color in Contemporary German Theater“, S:PAM Lecture, Universiteit Gent, Mai 2014.
  • „Übertragungsszenarien in Aufführungen der Therapie“, Tagung „Politics of the Applied. Theater und Kunst als Intervention“, Freie Universität Berlin, Februar 2014.
  • „Stagings of Therapy in Psychological and Artistic Practice“, IFTR (International Federation for Theatre Research) Tagung, Barcelona, Juli 2013.
  • „‚Wiederekennungseffekt’. Die Aneignung des Fremden und die Verletzung durch Theaterzeichen“, Symposium
  • „Gewalt! In der Mitte der Gesellschaft“, Hessisches Landestheater Marburg, Mai 2013.
  • „Vom Mythos authentischer Darstellung. Blackface als Reenactment", Foreign Affairs Festival, Symposium „Stages of Colonialism, Stages of Discomfort“, Berliner Festspiele, Oktober 2012.
  • „Wie weiß darf man im ‚Blackface’ sein? Theaterzeichen zwischen Festschreibung und Neuentwurf“, Autorentheatertage, Symposium „Authentizitätsterror“, Deutsches Theater Berlin, Juni 2012.
  • „Theatricality and Repetition. How the Modern Notion of Repetition Paved the Way for a Postmodern Aesthetic“, IFTR (International Federation for Theatre Research) Tagung, München, Juli 2010.
  • „Intermedialität und Aufführung am Beispiel von Castorfs ‚Idiot’ und ‚Hamlet' der Wooster Group. Eine Ästhetik des Scheiterns“, Vortragsreihe „Intermediale Performance“, Universität Bayreuth, Mai 2010.
  • „Automatisierung des Schauspiels. Wieder-Holungsprozesse im Hamlet der Wooster Group“, Tagung „Unsichtbare Hände. Automatismen in Medien-, Technik- und Diskursgeschichte“, Universität Paderborn, Februar 2010.
  • „How to Say Things With Words. Über die sprachliche Vermittlung ästhetischer Erfahrung in der Aufführung“, Tagung „Spucken, Fluchen, Kommentieren“, Hochschule für Graphik und Buchkunst Leipzig, September 2008.
  • „The Art of Hope. On Performance and Future“, Tagung „A Poetics of the Future“, Freie Universität Berlin, Juni 2007.

 

 

 

 

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